Weitere Auswahl

Produktionsprogramm

GLASSEIDENKORDELN, -BÄNDER UND -DICHTUNGEN

Rohe, unbehandelte Flachschläuche, Bänder, Kordeln und Dichtungen aus Glasseide werden aufgrund ihrer hervorragenden physikalischen Qualitäten vor allem zur Elektroisolation, im Motoren-, Generatoren- und Transformatorenbau und zur  Thermoisolation, z.B. bei Hochtemperaturöfen, eingesetzt. Sie enthalten keine gesundheitsschädlichen oder umweltbelastenden Substanzen und werden daher als ökologisch und sicherheitstechnisch unbedenkliche Alternative zu Asbest gesehen.

Ihre technischen Eigenschaften ergeben sich durch Glasart, Filamentdurchmesser, Fadenfeinheit und Schlichtetyp. Die von BIW in der Regel eingesetzten gezwirnten oder texturierten (aufgerauten) E-Glasfasern aus Alumo-Borsilicatglas weisen eine Feuchtigkeitsaufnahme von unter 0,1 % aus und können deshalb als wasserresistent bezeichnet werden.

Die zu Dichtbändern, -schnüren oder -profilen und Schläuchen verarbeiteten Zwirne, Garne oder assemblierten, mit Schutzdrall versehenen Garne haben den Vorteil guter Zugfestigkeit und geringer Dehnung. Neben den bis über +500 °C beständigen E-Glasdichtungen weist das Produktionsprogramm auch Geflechte aus bis zu 1000 °C temperaturbelastbarem Quarzglas auf. Alle BlW-Textilglasartikel fallen nach DIN 4102 unter die Klasse A1 bzw. A2 ?nicht brennbare Baustoffe?. Je  nach Einsatzzweck lassen sich die Glasdichtungen thermisch entschlichten, mit Acrylaten behandeln, in Epoxidharzen nicht ausgehärtet tränken (B-Zustand) oder in Chloropren- Kautschuk (CR, z. B. Neopren® von DuPont) und Ethylen-Vinylacetat
(EVA, z. B. Levapren® von Bayer) tauchen. Einsatzgebiete sind z. B. Wicklungen und Abstandhalter im Kraftwerksbau oder für Schienenfahrzeuge.

Unbehandelte Bandagen, wie Bänder und Flachschläuche, finden ihren Einsatz in Motoren und Generatoren.

Mit Beschleuniger imprägnierte Artikel sind besonders bei stark unter Zugbelastung stehenden Wicklungen für das VPI-Ganztränkverfahren geeignet. Sie zeichnen sich durch ihren positiven Einfluss auf die Reaktionszeiten des Harzes, insbesondere an dicken Bandagierungen, aus. Epoxidharzbehandelte Versteifungs- und Stützelemente bieten durch geringe Aushärtetemperaturen (80°C, ca. 15h, ?Harz-80?) den Vorteil, dass sie durch die Eigenwärme des Generators im Probelauf aushärten können. Schrumpffähige Polyesterstricke mit Harzimprägnierung als Wickelkopfbandagierung erleichtern die Montagearbeiten, da ein nachträgliches Imprägnieren mit Acryl- oder Epoxidharzen entfällt.

Produkteigenschaften und Produktausstattungen:

 

  • Flachschläuche 2 mm bis 50 mm Breite
  • Stricke (gefüllte Schläuche, z.B. mit Lunten oder Roving) von 6 mm bis 60 mm Durchmesser
  • Kordeln 1 mm bis 10 mm Durchmesser
  • Bänder von 0,08 mm bis 0,2 mm Dicke und 6 mm bis 100 mm Breite
  • Polyesternadelfilze
  • geringe Dehnung, gute Zugfestigkeit
  • keine Wasseraufnahme
  • texturierte oder gezwirnte Fasern
  • assemblierte Garne
  • schnittfeste Tränkung/Imprägnierung
  • temperaturstabilisiert bis +500 °C bzw. +1.000 °C
  • schrumpffähige Bandagierungen im B-Zustand
  • umweltfreundliche Beschleunigersysteme
  • gute Tränkharzverträglichkeit
  • Harzsysteme im B-Zustand für Isolierstoffklasse F bei 80 °C aushärtend, bis 6 Monate lagerfähig; ?Harz-80?
  • kombinierte Füllungen für multiple Anforderungen

Als Hochtemperaturisolierpackungen finden Glasseiden-Dichtungen ein breites Anwendungsfeld im Bereich von Industrie- und Trockenöfen, Heizgeräten und -kesseln sowie auch im Maschinen- und Anlagenbau.

Technikum, Versuchsanlagen und über Jahrzehnte gesammeltes Know-how ermöglichen es BIW neben den Standardprodukten die Entwicklung und Herstellung von kundenspezifischen Individuallösungen anzubieten. Fordern Sie die einmalige Fachkompetenz aus der Kombination der textilen Gewebeverarbeitung und der Elastomer- Compoundierung und -formgebung (Extrusion und Spritzguss).

 
© 2007-2009 BIW Isolierstoffe GmbH | Pregelstr. 5, 58256 Ennepetal | phone: +49 (23 33) 83 08-0 | fax: +49 (23 33) 83 08-10