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Halle 15.1 Stand-Nr. 208
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SILICON - EIN BESONDERES ELASTOMER
Die Besonderheit von Silicon als hochtemperaturvernetzender Synthese- Kautschuk (HTV) basiert auf dem Element Silicium (Si), das den Grundbaustein der Silicon-Chemie darstellt. Silicium, das zweithäufigste Element der Erde, kommt ausschließlich in Form von Verbindungen wie Siliciumdioxid und in Form von Silicaten vor. Erst durch die Synthese entstehen Polysiloxane, die eine wirtschaftliche Nutzung ermöglichen. Diese Silicium- Sauerstoff-Ketten werden durch kohlenstoffhaltige, organische Gruppen ergänzt zu Silicon-Polymeren. Diese einmalige Struktur zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Stabilität aus, der die Silicon-Elastomere ihre exzellenten physikalischen und chemischen Eigenschaften verdanken. Insbesondere die überdurchschnittlichen Temperatureigenschaften stellen Silicon mit einem Einsatzbereich von ?80°C bis +300°C gegenüber anderen Kautschuken deutlich heraus.
Die von BIW eingesetzten Basis-Materialien ? sogenannte ?Bases? ? werden zur Gewährleistung der Produkteigenschaften speziell ausgewählt. Wird ein Teil der Methylgruppen gezielt durch Vinylgruppen ersetzt, sind die grundlegenden Eigenschaften dieser verschiedenen ?Bases? (MVQ) bereits vorbestimmt. Die technische Bezeichnung MVQ wird häufig im Markt verwendet, wobei das Silicium selbst mit Q abgekürzt wird, da es sich um eine ?quarternäre? Gruppe handelt, die an vier Stellen Bindungspartner aufweist. Die ?in-house?-Compoundierung auf der Grundlage des BIW-Fachwissens ermöglicht durch die Verwendung von Additiven, Füllstoffen und Stabilisatoren die Erfüllung spezieller, kundenspezifischer Anforderungen. Darüberhinaus lassen sich nahezu alle Farben der RAL-Karte von farblos transparent (natur) über transluzent bis deckend einstellen. Die außergewöhnlich guten gummielastischen Eigenschaften, die sowohl das Dehn- wie auch das Kompressionsverhalten betreffen, lassen Silicon zum idealen Dichtungswerkstoff für die Kunden der BIW werden.
Für die weitere Verarbeitung der von BIW erstellten Compounds kommen zwei alternative Vernetzungssysteme, abhängig von den Endanwendungen, in Frage: die peroxidische Vernetzung für technische Anwendungen sowie die auf Platin-Katalysator basierende Additionsvernetzung für höchste Anforderungen im Lebensmittelbereich und der Medizintechnik. Weitere Vernetzungschemikalien oder organische Weichmacher, wie sie bei anderen Kautschuken ihren Einsatz finden, werden beim Silicon nicht benötigt.




